Neues Projekt zur Automatisierung der Walzenwechsel an Spinnmaschinen

Bild von Walzen der Wagenfelder Spinnereien GmbH
©Wagenfelder Spinnereien GmbH

Mit dem Unternehmen Wagenfelder Spinnereien GmbH sind die Kollegen vom Sächsischen Textilforschungsinstitut (STFI) im Austausch, um den Walzenwechsel an den Ring-Spinnmaschinen im Unternehmen mittels Hubtechnik zu automatisieren.

Die Wagenfelder Spinnereien GmbH mit mehr als 200 Mitarbeitern produziert verschiedenste Garn- und Zwirntypen mit einer großen Brandbreite an Herstellungstechnologien. Diese Kombination unterschiedlicher Maschinen und technischer Möglichkeiten ermöglicht den Wagenfelder Spinnereien eine größtmögliche Flexibilität bei der Bedienung von Kundenanfragen. Um repetitive Aufgaben effizienter zu gestalten, geht das Unternehmen die Automatisierung von Arbeitsprozessen an.

Derzeit werden im Zwei-Stunden-Takt 16 Walzen an sechs Ring-Spinnmaschinen manuell gewechselt. Pro Schicht muss der jeweilige Mitarbeiter 24 Rüstvorgänge vornehmen, letztlich sind das 384 Walzenaustausche. Dies ist nicht nur zeitintensiv sondern belastet auch die Mitarbeiter, da die 15 Kilogramm schweren Walzen sich in mehr als zwei Meter Höhe befinden. Mittels Automatisation können sowohl Zeit, die für die Walzwechsel benötigt wird, eingespart als auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessert werden.

Dazu führen die Kollegen vom STFI eine Machbarkeitsstudie durch, indem zunächst die Produktionsumgebung der Wagenfelder Spinnereien in einer 3D-Design-Software nachgebildet und anschließend in eine Simulationssoftware überführt wird. Hier wird dann geprüft, welche Roboter- oder Achssysteme sinnvoll zum Einsatz kommen können.

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