Experte für digitales Engineering: DITF-Schaufenster in Denkendorf wird KMU zugänglich

Bild von der Führung bei der Eröffnung des Schaufensters an den DITF
Reges Interesse an der Schaufenster-Eröffnung der DITF

Gemeinsam mit dem Sensorhersteller Hahn-Schickard hat gestern das Schaufenster der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) im baden-württembergischen Denkendorf eröffnet. Im Mittelpunkt steht das Thema „Digitales Engineering“ mit den drei Bereichen „Simulate, Print & Cut“, „Smart Textiles“ und „Textiler Leichtbau“.

Einleitende Worte sprach Prof. Dr. Götz T. Gresser, DITF-Sprecher des Vorstands. Er ging in seinem Vortrag auf den Ansatz von Textil vernetzt ein, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Chancen und Potenziale der Digitalisierung aufzuzeigen, und schilderte, welche Digitalisierungsprojekte die DITF bereits in der Vergangenheit erfolgreich zum Abschluss gebracht haben.

Die Arbeit der 23 regionalen und teils branchenspezifischen Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren richtet sich vornehmlich an kleine und mittlere Unternehmen, die beim digitalen Wandel Impulse und Unterstützung benötigen, erläuterte Juliette Melzow, stellvertretende Leiterin des Referats Mittelstand-Digital des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Dr. Joachim Wekerle, Leiter des Referats Gesundheitsindustrie, Chemie und Werkstoffe im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, betonte, dass Digitalisierungsangebote für den Mittelstand in Baden-Württemberg einen besonderen Stellenwert einnehmen. Das zeige sich u. a. an fünf Standorten der drei Kompetenzzentren Stuttgart, Usability und Textil vernetzt allein in Baden-Württemberg.

Prof. Dr. Meike Tilebein, Leiterin Management Research an den DITF, stellte anschließend die drei Schwerpunkte der DITF – „Simulate, Print & Cut“, „Automatisierte Herstellung von Smart Textiles“ und „Textiler Leichtbau“ – genauer vor:

Im Bereich „Simulate, Print an Cut“ wird die komplette digitale Fertigungslinie eines Kleidungsstücks erlebbar gemacht – beginnend bei der 3D-Simulation, über den Druck bis hin zum Zuschnitt. Der gesamte Prozess verläuft voll automatisiert, spart Zeit und reduziert Materialkosten. In ihrem Schaufenster simulieren die DITF zudem anhand neuer Lichtbautextilien („Textiler Leichtbau“) verschiedene Lichtsituationen in Innenräumen, um diese dem individuellen Nutzungsverhalten hinsichtlich Intensität und Qualität bestmöglich anzupassen. Im Rahmen des Schwerpunkts „Smart Textiles“ steht die Ausstattung von Textilien mit nichttextiler Sensorik, indem oberflächenmontierte Bauelemente vernetzt und automatisiert integriert werden. Dies reduziert die Herstellungskosten und erhöht die Prozessgenauigkeit. In diesem Bereich wird zudem die Brücke zum Angebot des Textil vernetzt-Partners Hahn-Schickard geschlagen, der sein Schaufenster im Herbst in Stuttgart eröffnen und die Produktion smarter Sensorsysteme ausführlich erläutern wird. Auf dem Rundgang durch die Schauräume des Instituts hatten die Besucher Gelegenheit, sich ein genaues Bild von den einzelnen Themen zu machen.

Weitere Eröffnungstermine:

  1. Mai: ITA (Aachen)
  2. Oktober: Hahn-Schickard (Stuttgart)

Alle Termine von Textil vernetzt finden Sie hier: https://www.kompetenzzentrum-textil-vernetzt.digital/angebote.html

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