Digitalisierungs-Workshop: Textil vernetzt erarbeitet Roadmap mit einer Zwirnerei

Arbeit an einer Textilmaschine

Im Rahmen eines Workshops hat das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Textil vernetzt eine Digitalisierungs-Roadmap gemeinsam mit einer mittelständischen Zwirnerei erarbeitet. Sie ist führend in der Entwicklung und Produktion anspruchsvoller technischer Zwirne, Garne und Nähfäden, die sehr viel reißfester sind als Seile aus Stahl.

Das Unternehmen aus dem Allgäu ist auf Textil vernetzt zugekommen, um sich über die Einführung digitaler Anwendungen im Unternehmen zu informieren. Dabei zeigte sich, dass das Unternehmen an unserer umfangreichen Expertise interessiert ist, um bereichsübergreifend zu digitalisieren. Hierfür werden die vier Textil vernetzt-Partner aus Aachen, Chemnitz, Denkendorf und Stuttgart erstmalig gemeinsam digitale Lösungen umsetzen. „Die Fragestellungen im Unternehmen erfordern eine breite Kompetenz, der wir bei Textil vernetzt nur gemeinsam gerecht werden können“, berichtet Geschäftsführerin Anja Merker.

Um zu sehen, wo das Unternehmen in Bezug auf die Digitalisierung derzeit steht, wurde es zunächst einem Industrie 4.0- Readiness-Check unterzogen. Hierbei mussten nicht nur die Bedarfe der unterschiedlichen Abteilungen, sondern auch der Zustand der für die Fertigung genutzten Maschinen bedacht und zusammengetragen werden. Das Unternehmen produziert bereits mit modernen Bestandsmaschinen, allerdings erfolgen Teilprozesse auch mithilfe älterer Geräte. Im anschließenden Rundgang erläuterten die Textil vernetzt-Partner, wo sich erste Digitalisierungspotenziale im Unternehmen finden ließen.

Die nun vereinbarte Roadmap beinhält die Umsetzung eines Lean-Managements. Im Fokus steht die Steigerung der unternehmerischen Produktivität mittels Einführung automatisierter Anwendungen. Dabei sollen überflüssige Prozessschritte vermieden und komplexe Strukturen reduziert werden. Die Lösungen, die das Textil vernetzt-Team für das Unternehmen konzipiert, schließen unter anderem eine auftragsbezogene Arbeitszeiterfassung zur Berechnung von Deckungsbeiträgen ein, wenn mehrere Aufträge an der Maschine parallel laufen. Auch sind die Nachrüstung von Sensorik in den Bestandsanlagen, eine zentrale Maschinenzustandserfassung und Verknüpfung mit dem ERP-System angedacht. Textil vernetzt unterstützt hierbei nicht nur bei der Konzipierung der einzelnen Schritte, sondern auch bei der Qualifizierung und Einarbeitung der Mitarbeiter für die Handhabung der neuen digitalen Anwendungen.

In Kürze wird Textil vernetzt hierzu weitere Einzelheiten veröffentlichen, um auch andere Unternehmen mit konkreten Beispielen für die praktische Umsetzung in den Unternehmen unterstützen zu können.

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