BMWi-Monitoring-Report: Digitalisierung schreitet langsam voran

Screenshot vom Monitoring-Report des BMWi
©Screenshot Textil vernetzt

Wie digital sind deutsche Unternehmen? Dieser Frage hat sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in der neuen Auflage seines Monitoring-Reports „Wirtschaft DIGITAL 2018“ gewidmet. Basierend auf der Befragung von Führungskräften aus 1.061 Unternehmen erreicht der Digitalisierungsgrad hierzulande 54 von 100 Punkten und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. In die Erhebung sind die Nutzung digitaler Geräte, der Stand der unternehmensinternen Digitalisierung sowie die Auswirkung der Digitalisierung auf die Firmen eingeflossen.

Das Ergebnis sei dem BMWi zufolge keineswegs negativ zu bewerten: Auf Jahre des digitalen Fortschritts und der damit verbundenen Investitionen folge nun „eine Phase der Konsolidierung“. Zudem habe nach dem Dienstleistungssektor nun auch die Industrie die Notwendigkeit erkannt, digitale Prozesse einzuführen. Deren Punktezahl legte um drei auf 45 Punkte zu. Insgesamt gelten knapp sieben Prozent der Unternehmen in Deutschland als „digitale Vorreiter“, ein Drittel ist „digital fortgeschritten“. Allerdings ist die Digitalisierung der Erhebung zufolge an fast acht Prozent der Unternehmen bislang weitestgehend vorübergegangen.

Die Problemfelder liegen laut BMWi im fehlenden Netzausbau und im Datenschutz, der die Handlungsfelder der Unternehmen mit der im Mai angelaufenen Datenschutzgrundverordnung nun vermehrt einschränkt. Auch fehlen den Unternehmen verlässliche Standards und entsprechende IT-Fachkräfte. Jedoch seien auch die Unternehmen gefordert, in Know-how, Zeit und Ressourcen für die Umsetzung digitaler Lösungen zu investieren, heißt es in dem Report.

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