Wie funktioniert Logistik in Zukunft: Ein Strauß an Möglichkeiten

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Wussten Sie, dass der Begriff „Logistik“ historisch seinen Ursprung im Militärwesen hat und erst in den 1960ern und 70ern in die Wirtschaft eingebunden wurde? Während zu Beginn damit das Umschlagen und Legern gemeint war, kamen wenig später auch die Beschaffungslogistik und die Produktionslogistik hinzu. Heute ist allen klar, dass noch viel mehr dazu gehört: Nicht nur Beschaffung, Produktion und Absatz des Unternehmens, sondern dass die gesamte Liefer- und Wertschöpfungskette über mehrere Unternehmen hinweg eingebunden ist in den Prozess – also vom Rohmaterial bis zur Entsorgung eines Produktes. Vor zwanzig Jahren wichen dann die festen Lieferketten dem Gedanken von losen Logistiknetzwerken.

Vernetzte Maschinen, Car Sharing, Kofferraumbelieferung, mit Handy vernetzte Fahrzeugflotten: Wie funktioniert Logistik in Zukunft? Was muss sich in puncto Mobilität bewegen, um einen digital vernetzten Kunden anzusprechen, und welche Szenarien und digitalen Geschäftsmodelle sind denkbar?

Sensorik aus der Westentasche

Es muss aber nicht immer ein komplexes neues System sein, wenn es um digitale Logistik geht. Es reicht auch ein Smartphone, um die Verladung empfindlicher Bauteile zu überwachen. Dabei wird das Handy an die Ladung angebracht und nutzt die internen Sensoren, um Lagedaten während des Transportvorgangs zu senden. Kombiniert mit weiteren Daten, z. B. Informationen zur Windgeschwindigkeit und -richtung ist dies ein einfaches Tool für Logistiker, um Verladeprozesse zu überwachen. Die effiziente Organisation der Logistik ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor für produzierende Unternehmen und Händler. Zu den störungsanfälligsten Engpässen zählen dabei die Laderampen, die als Schnittstelle zwischen dem Verlader und dem Transportunternehmen dienen. Der Einsatz digitaler Technologien hilft dabei, die Abläufe an diesem Flaschenhals deutlich zu beschleunigen.

Ich fahre allein – fahrerlose Transportlogistik

Von der Routenoptimierung bis zum autonomen Fahren: Künstliche Intelligenz verändert die Logistik. Schnell stellen sich die Fragen, welche Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI in der Logistik gelten und welche Anwendungsfälle wirklich einen Mehrwert bringen. Nicht zu vergessen ist natürlich auch der Blick in die Zukunft. Wo geht die Reise hin? Es ist unbestritten, dass es in absehbarer Zeit KI-Normen geben wird.

In der Logistik führt Industrie 4.0 zu weitreichenden Änderungen. Einer der vielversprechendsten technologischen Trends sind fahrerlose Transportsysteme. Diese Systeme automatisieren die innerbetriebliche Transportlogistik und sie sind kostensparend. Werfen Sie doch einmal einen Blick in Ihr Unternehmen und entscheiden Sie, ob sich ein solches Transportsystem innerhalb Ihres Unternehmens lohnt.

Durch den Wandel der vierten industriellen Revolution entsteht in der Logistik ein stetig wachsender Trend zum Transport von kleinen Losgrößen. Mit herkömmlichen Transportmitteln können diese Transportmengen nur schwer und kostenintensiv umgesetzt werden. Aus diesem Grund gewinnen Logistikdrohnen für Transportgewichte unter 2,5 kg eine immer größere Bedeutung. Während die Ausübung des Warentransports mit Logistikdrohnen in Deutschland aufgrund der Gesetzeslage schwierig ist, können sie innerhalb eines Betriebes, also in der Intralogistik, bereits eingesetzt werden. So können auch KMU Drohnen zu internen Logistikprozessen nutzen.

Wie geht's der Warensendung: Das Internet der Dinge bringt Licht in Ihre Logistik  

Der IoT-Logistik-Demonstrator des Kompetenzzentrum eStandards zeigt Ihnen, wie Standards dabei helfen, kontinuierlich den Zustand Ihrer Waren während eines Transports mit IoT-Anwendungen zu überwachen. Hier ist das Zusammenspiel von Identifikationsnummern, Datenträgern und Kommunikationsstandards entscheidend: Mit ihnen können Logistikprozesse über Unternehmensgrenzen hinweg mit Partnern optimal gesteuert und aufeinander abgestimmt werden. Die gesamte logistische Kette – vom Erzeuger bis hin zum Endverbraucher – lässt sich durch Standards transparenter und effizienter gestalten.

Informieren Sie sich und tauschen Sie sich mit Experten und Fachleuten aus der Branche aus. Die Textil vernetzt-Partner aus den Mittelstand 4.0 Kompetenzzentren Saarbrücken, Kiel, Hannover, Hamburg, Handel, eStandards, Dortmund, Cottbus, Bremen und Augsburg freuen sich auf Ihre Kontaktaufnahme und unterstützen Sie gerne.