Vom Scan der Form zum 3D-gestricktem Bezug


Herausforderung

Jeder Bezug für Sitzschalen oder Lagerungselemente, der gehbehinderte Menschen entlastet, ist eine Maßanfertigung. Er wird auf die entsprechenden Körpermaße jedes einzelnen Patienten zugeschnitten. Dabei erfolgt die Konfektionierung bisher händisch. Das ist zeit- und kostenintensiv. Zudem sind viele Nähte notwendig, um den Bezug individuell anzupassen.

Lösung

Die Vital · GHD GesundHeits GmbH Deutschland aktiv und die Textil vernetzt-Kollegen der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) suchen deshalb nach einem Algorithmus für eine schnelle und individuelle Bezugsfertigung. Damit soll die bislang händische Konfektion entlastet werden. Zudem werden wiederverwendbare Daten erschaffen, die eine schnelle Erneuerung eines individuellen Bezugs möglich machen.

Umsetzung

Die Vital · GHD GesundHeits GmbH Deutschland aktiv stellt den DITF Daten von 3D-gescannten individuellen Sitzbezügen zu Verfügung. Daraus soll ein Algorithmus für Strick-Jacquards für eine 3D-Flachstrickmaschine konzipiert werden. Durch diesen Industrie 4.0-Ansatz wird nicht nur Arbeitszeit gespart. Auch das Wohl der Patienten verbessert sich, da keine Nähte mehr drücken.  


Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Individuelle Sitzbezüge ohne Nähte für Menschen mit Behinderung

Die DITF sind eines der Forschungsinstitute weltweit, die sich mit Algorithmen beschäftigen, die es ermöglichen, direkt aus einem 3D-Modell ein Maschinenprogramm für eine Flachstrickmaschine zu generieren. So können Konturen im Rahmen der stricktechnischen Rahmenbedingungen ohne weitere Eingriffe produziert werden – also kein Zwacken von Nähten mehr. Gemeinsam mit der Vital · GHD GesundHeits GmbH Deutschland aktiv haben sich die Textil vernetzt-Kollegen der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) auf den digitalen Weg gemacht.

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