Datenbasierte Qualitätssteigerung


Herausforderung

Das schwäbische Traditionsunternehmen Mattes & Ammann blickt auf dem Gebiet der technischen Textilien im Bereich Rundstrickerei und Kettwirkerei auf eine mittlerweile 70-jährige Firmengeschichte zurück. Erste Investitionen im Zuge der Digitalisierung wurden bereits getätigt. Das Unternehmen ist an der Verbesserung seiner Strickware interessiert, wobei eine Maschinenzustandsüberwachung mittels Sensorik genutzt werden soll.

Lösung

Um das Auslesen der Sensordaten, die während der Produktionsprozesse gesammelt werden, kümmert sich Hahn-Schickard. Die Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Prozessparametern und den daraus resultierenden Gestrickeigenschaften ermitteln die Kollegen der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF).

Umsetzung

In den ersten Vorgesprächen wurde der Bedarf des Unternehmens ermittelt sowie die in den Anlagen des Unternehmens vorhandene Sensorik begutachtet. Im nächsten Schritt werden mehrere technische Testreihen gefahren, um die Ursache für bestimmte Fehlerbilder zu ermitteln. Damit soll die Qualität der Produktion gesichert werden.


Dokumentation des Umsetzungsprojektes:

Erfahren Sie mehr: Wie kamen die Projektpartner und Unternehmer zusammen? Worin lag der Schwerpunkt bei den folgenden Gesprächen, Workshops, etc.? Und wo steht das Unternehmen Mattes & Ammann heute?


Projektflyer zum Download

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Das Unternehmen
Als Produzent feiner Maschenware ist die Mattes & Ammann GmbH & Co. KG aus dem schwäbischen Meßstetten seit fast 70 Jahren europaweit führend bei technischen Textilien im Bereich Rundstrickerei und Kettwirkerei. Das Unternehmen mit etwa 275 Mitarbeitern ist Zulieferer vornehmlich für die Automobil- und Flugzeugindustrie.

Herausforderung
Das Unternehmen hat in Fadenleitsysteme der Firma Memminger-Iro GmbH investiert und eine Rundstrickmaschine mit insgesamt 15 dieser Systeme ausgerüstet. Das Ziel bestand darin, Sensordaten während eines Rundstrick-Produktionsprozesses aufzuzeichnen und diese zur Analyse von Zusammenhängen in Bezug auf die Qualität der Strickware zu nutzen. Das Unternehmen erhoffte sich hierdurch Daten aus der Produktion mit der Strickwarenqualität zu verknüpfen, um diese zu verbessern.

Lösung
Die Experten von Hahn-Schickard führten am Produktionsstandort in einem 72-stündigen Testlauf eine Datenerfassung an der Rundstrickmaschine durch. Dazu kam eine universelle und hochpräzise Messtechnik von Hahn-Schickard zum Einsatz. Die gewonnene Datenmenge wurde anschließend von den Kollegen der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) mit Hilfe von selbstlernenden Algorithmen analysiert.

Umsetzung
Die umfangreiche Datenmenge (pro Sekunde 15.000 Daten) bildet die realistische Umgebung der Maschine ab. Mittels BigData-Methoden wurden hierfür sowohl physikalische Effekte bei der Fadenspannung erfasst wie auch Effekte, die beispielsweise durch Unregelmäßigkeiten oder Besonderheiten im Garn, dem Abschneiden der Gestrickstücke oder beim Aufsetzen neuer Garnspulen auftreten können. Die Ergebnisse haben die DITF gemeinsam mit der Geschäftsführung und den beteiligten Mitarbeitern bei Mattes & Ammann begutachtet und mit den realen Ereignissen während der Messperiode verglichen.

Wie geht es weiter?
Die Datenerfassung und -analyse stellt einen Grundlagenversuch dar, der sich auch auf weitere Prozesse, beispielsweise in der Weberei oder Wirkerei des Unternehmens übertragen lässt. Dabei geht es auch darum, die anfallenden Messdaten direkt am Sensor auszuwerten, um die Menge der übertragenen Daten deutlich zu reduzieren. Damit ist die Methodik auch auf andere Fallbeispiele der Textiltechnik übertragbar. Durch die Analyse der während der Produktion erfassten Garn- und Prozesseigenschaften wird für die Mattes & Ammann GmbH & Co. KG die Vorhersage möglich, wo Fehler im Gestrick auftreten können.

Stichworte:

  • Sensorik
  • Datenerfassung und -analyse
  • BigData
  • Qualitätssicherung

Ansprechpartner:
Hahn-Schickard
Dr. Karl-Peter Fritz
Projektleiter
E-Mail:

Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung (DITF)
Dr. Thomas Fischer
Stv. Leiter Management Research
E-Mail:

O-Ton:
Wir bedanken uns bei den Kollegen des Kompetenzzentrums Textil vernetzt für die präzise, professionelle Datenerhebung und sind beeindruckt von der zielgerichteten Zusammenarbeit.“
Werner Moser
Prokurist und Direktor Verkauf bei Mattes & Ammann GmbH & Co. KG


Qualität steigern durch Maschinenzustands-überwachung: Projekt mit Mattes & Ammann beendet

Wie lässt sich mittels Sensorik die Qualität meiner Strickware verbessern? Die Mattes & Ammann GmbH & Co. KG aus dem schwäbischen Meßstetten hat in einem gemeinsamen Projekt mit den Textil vernetzt-Partnern Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) und Hahn-Schickard geeignete Lösungen erarbeitet.

Textil vernetzt führt Datenerfassung bei Mattes & Ammann durch

Mit dem traditionellen baden-württembergischen Textilunternehmen Mattes & Ammann GmbH & Co. KG erarbeiten die beiden Textil vernetzt-Partner Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) und Hahn-Schickard ein System zur Qualitätsverbesserung der Strickware.


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